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„Europejski Fundusz Rolny na rzecz Rozwoju Obszarów Wiejskich: Europa inwestująca w obszary wiejskie”
Strona internetowa współfinansowana jest ze środków Unii Europejskiej w ramach działania „Wsparcie dla rozwoju lokalnego w ramach inicjatywy LEADER” (RLKS-rozwój lokalny kierowany przez społeczność), poddziałania 19.4 Wsparcie na rzecz kosztów bieżących i aktywizacji Programu Rozwoju Obszarów Wiejskich na lata 2014-2020. Cel operacji: wspieranie lokalnego rozwoju na obszarach wiejskich. Przewidywane wyniki operacji: realizacja LSR na lata 2014-2020.

Kultur- und Sachgüter

Informacje ogólne
1. Schlösser, Burgen und andere Denkmäler
 
Schloss- und Parkanlage in Radawie (Radau)
Architekt dieses zwischen 1848 und 1852 erbauten klassizistischen Schlosses war derHofbaumeister Rochus Graf zu Lynar, einer Schüler des bekannten preußischen Architekten Schinkel. Das Schloss umgibt eine historische Parkanlage, die sich im Westen entlang des tief in die Landschaft eingeschnittenen Tals der Radawka. Bis 1944 waren Balthasar von Aulockund seine Familie Eigentümer des Schlosses.
 
Nach dem Krieg wurde das Schloss als Ferienlager für Kinder aus Schlesien genutzt, später war es ein Seniorenheim. Seit 1963 befindet sich hier ein Sozialhilfe- und Förderschulzentrum für Menschen mit einer geistigen Behinderung.
 
Schloss- und Parkanlage in Zębowice (Zembowitz)
Anfang des 19. Jahrhunderts ließ Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg diese Schloss- und Parkanlage errichten; seine Familie war bis zum Ende des 2. Weltkriegs Eigentümer des Gutes. Jedoch besuchten sie Zembowitz nur einmal jährlich zur Jagd.
 
Während des 3. Schlesischen Aufstands bezogen Aufständische im Schloss Quartier. Im Mai 1921 hielt sich Wojciech Korfanty, Anführer der für Polen optierenden Aufständischen, im Schloss auf. Nach dem Krieg erhielt eine Produktionsgenossenschaft Schloss und anliegende Wirtschaftsgebäude, in den Wohnhäuser wurde aus dem Krieg zurückkehrende Soldaten der Polnischen Streitkräfte untergebracht. Gegenwärtig wartet das verfallene Schloss auf neue Eigentümer, die seine Räume mit neuem Leben erfüllen.
 
Jagdschloss inZawadzkie (Zawadzki)
Dieses kleine Jagdschloss ließ Andreas Maria Graf vonRenard 1856 am Rande eines Schutzgebietes für Waldtiere errichten. Auf einer Karte aus dem Jahre 1909 trug es den Namen„Jagdschloss Malepartus“. Bis 1880 befand sich hier der Sitz der Oberförsterei, heute das Sozialhilfezentrum der Gemeinde.
 
Schloss- und Parkanlage in Dobrodzień (Guttentag), heute:„Park-Hotel“
Errichtet 1848/1849 in neoklassizistischem Stil war es seinerzeit Sitz der damaligen Eigentümer Guttentags.
 
Gutshof und Parkanlage inBzionków (Bziunkau)
Die Anlage wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet, neben den Gebäuden des Gutshof ist eine typisch englische Parkanlage mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern charakteristisch.
 
Barockschloss und Parkanlage in Turawa
Die Anfänge reichen bis in Zeiten zurück, als die Piastenfürsten aus Oppeln hierher zur Jagd in den Wäldern nahe des VorwerksKuchara kamen. Sicherlich stand hier einst eine kleine hölzerne Jagdhütte… Aber vielleicht ist dies ja auch nur eine Legende, die den historischen Wert der Anlage zu erhöhen sucht.  Das Gebäude, wie man es heute vorfindet, wurde in mehreren Etappen errichtet. Im Jahre 1853 erhielt es ein neues Dach, die es umgebenden Mauern wurden errichtet und aus dem Vorhof entstand eine kleine Parkanlage. Im Krieg wurde das Schloss ausgeraubt. Nach einer Grundsanierung wird es seit 1964 als Kinderheim genutzt.
 
Oberförsterei inZawadzkie (Zawadzki)
Im Jahre 1880 übergab Graf von Renard ein weiteres kleines Schloss, „Eichhorst“ genannt, der Nutzung. Bis zum heutigen Tag beherbergt es die Oberförsterei Zawadzkie. Im Jahre 1910 wurde Franz Hubert Graf von Thiele-Winckler nächster Eigentümer des Schlosses; zu seinen Besitzungen zählen ebenso die Schlösser in Pszczyna (Pleß) undMoszna (Moschen). Aller Wahrscheinlichkeit nach war es Graf von Thiele-Winckler, der es im Stile der Schlossanlage in Moszna umbauen ließ.
 
Wassermühleder Fam. Thiel in Żędowice (Sandowitz)
Die Mühle befindet sich seit 1864 im Besitz der Familie Thiel und ist zugleich einzigartig in der Region. Unter baulichem Aspekt charakteristisch sind u.a. die Ausrichtung des Dachfirsts zur Straßenseite, ein Standort außerhalb der übrigen Bebauung sowie die Errichtung des Gebäudes auf einem Fundament, die im ländlichen Raum eben seit Beginn des 19. Jahrhundert vermehrt zum Einsatz kamen.Obgleich sie ihre ursprünglich Funktion bereits nicht mehr erfüllt, so befinden alle Maschinen und Anlagen in ihrem Originalzustand. Ein Teil der historischen Mühle steht Besuchern offen. Auf Wunsch finden eigens Vorführungen statt, die die Besucher in die Zeit zurückversetzen, in der hier noch Mehr gemahlen wurde. Im Jahre 2000 wurden eine Wasserturbine sowie ein kleines Wasserkraftwerk installiert. 
 
Angenommen wird, dass sich in der Mühle zu späterer Zeit eine Schule oder auch ein Pfarrhaus untergebracht war. Seit 1983 steht sie im Eigentum des Museums es OppelnerDorfes. Heute dient es vor allem für Kultur- und Bildungsveranstaltungen.
 
Glockenturm inKielcza (Keltsch)
Dieser Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert ist aller Wahrscheinlichkeit nach der älteste in Schlesien überhaupt.
 
Grabhügel (Kurgan) in Kielcza (Keltsch)
Diese kleine, sich hinter der Kirche befindende Erhebung in Form eines abgeschnittenen Kegels ist zugleich Überrest einer frühmittelalterlichen Wehrsiedlung. Man darf annehmen, dass hier einst ein Wehr- und Wohnturm stand. Im Volksmund wird der Kurgan auch schlicht „Heidenhügel“ genannt.
 
Historische Brücke (erbaut 1610) in Dobrodzień (Guttentag)
Das älteste erhaltene Baudenkmal Guttentags ist diese 1610 aus Stein errichtete Bogenbrücke vor der Schloss- und Parkanlage; zu jener Zeit waren die Habsburger Eigentümer dieser Güter.
 
Rathaus in Dobrodzień(Guttentag) z 1848r.
Das repräsentative Gebäude in neoklassizistischem Stil wurde nach einem Großbrand im Jahre 1846 von 1848 bis 1849 erbaut. Unterstützung kam nicht nur von den Betroffenen, sondern ebenso von den Einwohnern benachbarter Ortschaften und Städte sowie nicht zuletzt vom Regenten des Herzogtums Braunschweig und Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. Mit dem Neubau des Rathauses erweiterte man den gesamten Marktplatz einschließlich der anliegenden Straßenzüge und nahm umfassenden Änderungen an der mittelalterlichen Stadtanlage vor.
 
Holzhütte in Antoniów (Antonia)aus dem Jahre 1840
Holzhaus inOzimek (Malapane, Hüttendorf) aus dem 18./19. Jahrhundert
Gutshof in Dębie (Dembio), errichtet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Klassizistisches Gebäude der Oberförsterei und Parkanlage in Lędziny (Lendzin), errichtet um 1830
2. Kirchen
Holzkirchen
Kreuzerhöhungs-Pfarrkirche in Radawie (Radau).
Erstmalig erwähnt wurde diese Pfarrkirche im Jahre 1500. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut, wobei jedoch stets darauf geachtet wurde, ihren baulichen Charakter als typische Schrotholzkirche zu bewahren.
Die Innenausstattung der Kirche stammt hauptsächlich aus dem 19. Jahrhundert. Das Bild des Hauptaltars, „Kreuzerhöhung“ wurde 1842 erstellt, der beiden Nebenaltäre – „Hl. Anna“ und „Hl. Katharina“ im Jahre 1844.
 
Historische Hl. Valentin Holzkircheaus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Dobrodzień (Guttentag). 
Die Holzkirche wurde 1630 nach den tragischen Erfahrungen im 30-jährigen Krieg sowie einem Brand im Jahre 1625, der fast ganz Guttentag erfasst hatte, errichtet. Vom nächsten verheerenden Brand im Jahre 1846 blieb sie wie durch ein Wunder verschont; aus dieser hatte fast die gesamte Stadt erfasst, erhalten blieben lediglich einige wenige Gebäude am Stadtrand. 1644 stiftete ein gewisser Adam Wilhelm Dobrodzieńskider Kirche einen Altar.
 
Holzkirche in Bierdzany (Bierdzan), errichtet 1711
Man nimmt an, dass die Kirche mit ihrem außergewöhnlich reichen ikonographischen und kunstvollem Interieur im Jahre 1711 errichtet wurde. Dieses Datum entdeckte man am Sockel der Kirche. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte man darüber hinaus alte Malereien, die dieses Datum bestätigen.
 
Holzkirche aus dem 18. Jahrhundert inZakrzówTurawski (Sakrau-Turawa)
Dieses wahre Schmuckstück sakraler Baukunst wurde 1754 errichtet. Dieses Datum bestätigt ein Abguss, der sich auf der rechten Seite des Kirchturms befindet. Eben dort wird dieses Jahr erwähnt. Interessant ist eine mündliche Legende über den letztendlichen Standort der Kirche. Sie erzählt, dass man das Holz zum Bau der Kirche einst zwischen Sakrau-Turawa und Ellguth-Turawa lagerte, jedoch änderte es über Nacht diesen Lagerort, so dass man beschloss, die Kirche dort zu errichten, wo „nicht näher bekannte Kräfte“ das Baumaterial schließlich hingeschafft hatten. Seit vielen Jahren dient die Kirche bereits nicht mehr als Gotteshaus. Jedoch ist es einer der attraktivsten Sehenswürdigkeiten entlang der „Holzkirchen-Route“ durch die Region „Land der Dinosaurier“.
 
 
Fachwerk- und gemauerte Kirchen
Evangelische Kirche in Ozimek (Malapane)aus dem Jahre 1819 
Die spätklassizistische Kirche, erbaut nach Plänen Schinkels, zählt gemäß Denkmalliste zu den wertvollsten Kulturdenkmälern der Wojewodschaft Oppeln. Den Bau der Hl. Johannes Kirche hatte die evangelische Gemeinde finanziert. Erst 1960 erhielt sie einen Glockenturm, ebenso wurden die alten gegen neue, in der hiesigen Hütte gegossene Glocken ausgetauscht. Ebenso erhielt sie eine gusseiserne Kanzel.
 
Heilige Familie-Kirche in Zawadzkie (Zawadzki)
Sie ist bereits über 100 Jahre alt, das Kircheninnere ist ungewöhnlich reich ausgestaltet. Den Hauptaltar schmücken lebensgroße Figuren der Heiligen Familie aus Nazareth sowie des Heiligen Hyazinth und der Heiligen Hedwig. Wenig später kamen Figuren des Seligen Bronisław und des Seligen Czesław hinzu.
 
Evangelische Kirche in Zawadzkie (Zawadzki)
Nachdem man in der Stadt eine eigenständige evangelische Gemeinde gründete, errichtete man 1893 diese evangelische Kirche.
 
Hl. Bartholomäus-Kirche in Kielcza (Keltsch)
Die erstmalige Erwähnung einer Pfarrkirche in Keltsch stammen aus den Kirchenbüchern des Dekanats Tost aus dem Jahre 1447. Die heutige Kirche wurde 1779 in neobarockem Stil errichtet; zwei Jahre zuvor hatte in Schlesien ein verheerender Sturm gewütet, der die bisherige Holzkirche vollständig zerstörte. Vor dem Kirchentor wurde eine Steinplatte mit der in Latein gehaltenen Inschrift „Wir werden alle sterben“ eingelassen; sie erinnert an eine Choleraepidemie.
 
Hl. Maria Magdalena-Pfarrkirche in Dobrodzień (Guttentag) aus dem Jahre 1854
Das Gotteshaus wurde zwischen 1851 und 1854 anstelle einer einem Brand zum Opfer gefallenen Holzkirche errichtet, der Architekt knüpfte dabei an die Traditionen des Eklektizismus an. Den Bauarbeiten stand der Maurermeister und stellvertretende Bürgermeister WawrzyniecGąska vor.
 
Neobarocke Kirche in Krasiejów (Krascheow)
Errichtet von 1911 von 1913, ist ihre Innenausstattung wesentlich älter: ein Nebenaltar wird auf 18. Jahrhundert datiert, ein Teil der Figuren und Reliefarbeiten auf Anfang des 16. Jahrhunderts. Orgel, Kanzel und Hauptaltar stammen aus Regensburg. 
 
Muttergottes, Gabe der Gläubigen-Kirche in Lędziny (Lendzin) aus dem Jahre 1854
Dieses Gotteshaus ist eine Filialkirche der Ende des 19. Jahrhunderts in Chrząstowice (Chronstau) errichteten Kirche. Erwähnenswert ist sie aufgrund ihres kulturhistorischen sowie ihres Werts als Kultobjekt. Eine Legende besagt, dass die Einohner von Gosławice (Goslawitz, heute ein Stadtteil Oppelns) während einer Dürre im Jahre 1878 hierher kamen, um die Muttergottes um Regen zu bitten. Bereits auf dem Rückweg sollte ein ergiebiger Regen gefallen sein. Zum Gedenken an dieses Ereignis begeben sich alljährlich Pilger aus dem Dorf zu dieser Kirche.
 
Neobarocke Geburt der Heiligen Jungfrau Maria-Kirche in Dębie (Dembio) aus dem Jahre 1910
Dank der zahlreichen Opfergaben der Einwohner und Pilger konnte 1618 diese Kirche aus natürlichen Ressourcen (Basaltstein sowie Feldsteinen), die in ausreichenden Mengen vor Ort zur Verfügung standen, errichtet werden. Stolz der Kirche war ein wunderschönes Bild der Muttergottes von Tschenstochau mit Jesus Christus auf der gegenüberliegenden Seite, gezeichnet auf einer Metallplatte; vor Jahrhunderten hatte man es auf einer Eiche gefunden. Mitsamt der Kirche fiel es 1906 einem Brand zum Opfer, gerettet werden konnte lediglich eine 400 Jahre alte, aus Lindenholz geschnitzte Figur der Muttergottes mit dem Kinde.Die heutige Kirche wurde im neobarocken Stil in den Jahren 1909 und 1910 errichtet. Seit Jahrhunderten pflegt man hier den Kult der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria sowie des Hl. Rochus.
 
Evangelische Kirche inFosowskie (Vossowska)
Diese am Pfarrfriedhof gelegene Kirche wurde 1928/1929 für damals 150 Gläubige errichtet, charakteristisch ist eine sehr originelle Architektur. Heute gibt es zwar weniger Protestanten in der Region, jedoch finden bis heute Andachten und Messen in der Kirche statt.
 
Hl. Karl-Borromäus-Kirche in StaniszczeWielkie (Groß Stanisch)
Ein verheerender Brand zerstörte am 23. Juni 1881 dieses hier 1754 von Norbert Graf Colonna von Felz und 1838 von Andreas Maria Graf von Renard ausgebautes Gotteshaus. Die Brandursachen konnten niemals ermittelt werden. Vor den Flammen retten konnte lediglich eine Christus-Figur, den alten Altar sowie eine Tafel mit den zehn Geboten. Im Volksmund wird sich erzählt, dass die Baumaterialien ursprünglich zur Errichtung eines Jagdschlösschens auf dem Frostberg (Mrozowa Góra) für den Grafen eingesetzt werden sollten. Aus jedoch unbekannten Gründen gelang es nicht, auf den mithin trockenen Böden Fundamente zu errichten. So beschloss der Graf, es nicht mit dem Schicksal aufzunehmen und ordnete an, die Materialien zum Bau der Kirche einzusetzen.
 
 
3. Friedhöfe
Evangelisch-augsburgischer Friedhof, angelegt um die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Nähe einer 1848 errichteten evangelischen Kirche. Im Jahre 1893 gründete man in Guttentag eine eigenständige evangelisch-augsburgische Gemeinde für 347 Gläubige.
 
Jüdischer Friedhof, angelegt gegen Ende des 17. Jahrhunderts, wovon die ältesten bis heute erhaltenen Mazewas zeugen. Auf dem Friedhof befindet sich u.a. der Grabstein der Familie Stein, jüdische Verwandte von Edith Stein, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird.
 
Evangelisch-augsburgischer Friedhof inNowaBzinica (Wilhelmshort), angelegt um die Mitte des 19. Jahrhunderts; auf dem Friedhofgelände befinden sich Ruinen einer Kapelle aus dem 19. Jahrhundert.
 
 
Zu weiteren kulturhistorisch wertvollen Objekten zählen: 
- Kapellen,
- historische Heiligenfiguren und Schnitzereien,
- Speicher.
- Gedenksteine und Findlinge,
- Wehr an der Eisenbahnbrücke über die Libawa(Anfang des 20. Jahrhunderts).
 
BahnstreckeFosowskie–Kluczbork (Vossowksa – Kreuzburg)
Die Strecke Vossowska – Kreuzburg mit Halt in Zembowitz (Zębowice) wurde 1868 eröffnet. Heute ist diese regionale Strecke zweigleisig ausgebaut und vollständig elektrifiziert.
 
 
4. Museen und Museumsstuben
Paläontologischer Pavillon auf dem Gelände des Juraparks in Krasiejów (sowie ständige Ausstellung im alten Schulgebäude in Krasiejów (Krascheow))
Museumsstube der Gemeinde Zębowice (Zembowitz)
Schlesische Museumsstube in Zawadzkie (Zawadzki)
„Schlesische Hütte“ inKielcza (Keltsch)
Museumsstube inLigotaTurawska (EllguthTurawa)
Museumsstube inDobrodzień (Guttentag)
Schlesische Museumsstube Daniec (Danietz)
Museumsstube inKolonowskie (Colonnowska)
 
 
5. Wissenswertes aus der Geschichte
Zur Geschichte von Frei Kadlub, einer „Gemeinschaft freier Menschen“
 
Die wichtigste Urkunde zur Geschichte der Ortschaft war ein Vertrag über den Verkauf des Ritterguts Groß Kadlub, dessen Eigentümer damals der Ritter Johann von Bess war. Am 5. April 1605 fand im Wirtshaus ein denkwürdiges und für die Historie Schlesiens bedeutsames Ereignis statt, als Johann von Bess (in dessen Besitzungen sich ebenfalls das Gut Schumirad befand) es seinen Untergebenen samt aller niederen und oberen Rechte verkaufte, die einen für die damaligen Zeiten ansehnlichen Betrag von 2.500 Talern aufgebracht hatten. Damit wurden sie zu freien Menschen und bewirtschafteten von nun an in eigener Verantwortung die Vorwerke Gralowski, Pietrachowski, Gordalski,Miozgowski, Wypychowski, DonatkiundPawełkowski sowie alle Wiesen, Weiden, Teiche, die Mühle, das Sägewerk, die Wälder und ebenso das Wirtshaus. Mit Erlaubnis Kaiser Rudolf II. vom 13. Dezember 1605, versehen mit dem kaiserlichen Siegel, erlangte dieser Vertrag endgültige Rechtwirksamkeit; ebenso gestattet wurde dem Ritter von Bess, seine Untertanen in die Freiheit zu entlassen. Die Ländereien wurden daraufhin in 25 Teile aufgeteilt und unter den Bauen proportional zu ihrem jeweiligen finanziellen Beitrag verteilt. Wälder, Teiche und Wirtshaus sollten gemeinsam bewirtschaftet werden; hierfür verantwortlich war eine eigens ins Leben gerufene Bauerngemeinschaft. Um zu unterstreichen, dass man nun befreit war von Fron- und anderen Diensten verlieh man dem ehemaligen Rittergut einen neuen Namen: Frei Kadlub. Von jedem neuen Kaiser oder König erhielt man eine Bestätigung der 1605 erlangten Privilegien. Im Jahre 1845 wurden die Grundsätze, nach denen sich die Gemeinschaft richtete, gerichtlich bestätigt. Im 19. Jahrhundert nahm man eine Teilung in eine für die Wälder verantwortliche Gemeinschaft (ihr Name lautet noch heute „Bäuerliche Gemeinschaft deskleinbäuerlichen Forstes des Dorfes Frei Kadlub“) sowie eine für das Wirtshaus zuständige Gemeinschaft vor.Festgelegt wurde darüber hinaus, dass die Anteile nicht teilbar und mit dem Land von einem der Kinder vererbt werden. Die Nazis hatten vergeblich versucht, den Forstwirten ihre Wälder zu nehmen. Auch nach dem 2. Weltkrieg versuchte man in Volkspolen sie zu nationalisieren; sie scheiterten jedoch am Widerstand der Gemeinschaft sowie den Unterlagen, die man zum Beweis ihrer Freiheit vorlegte.  Ihren Wert kannten die Einwohner Frei Kadlubs genau: eifrig wurden die darin enthaltenen Beschlüsse befolgt. Sie wurden in einer Eichenholzkiste aufbewahrt und von der Familie Czaja gehütet; sie ging vom Vater auf den Sohn über. Vorgezeigt werden sie in Ausnahmesituationen. Alljährlich findet zu Peter und Paul im Juni die Vollversammlung der Gemeinschaft statt.
 
Das „Schwarze Loch“ in Fosowskie (Vossowska)
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts verlief hier in Richtung Malapane (Ozimek) eine vielbefahrene Handelsroute, auf der am häufigsten Fuhrleute Eisenerze aus den umliegenden Ortschaften transportierten. Entlang des Weges begaben sich ebenso Bandenchefs, Räuber und Wegelagerer sowie Wanderarbeiter. Eines Tages, am Karfreitag, legten Fuhrleute Rast im Wirtshaus ein. Sie aßen, tranken und kegelten. Doch lief alles aus dem Ruder. Die aufgewühlten Wirtshausgäste zettelten eine Schlägerei an, bei der die unschuldigen Söhne des Wirts getötet wurden. Im selben Augenblick verdunkelte sich der Himmel – Blitze fuhren herab, ohrenbetörender Donner ertönte. Das Wirtshaus samt seiner Gäste, hundertjährige Eiche: alles wurde vom Erdboden verschluckt. Was blieb, war lediglich ein tiefer Teich, ein wunderschöner Ort nicht nur aufgrund dieser Legende, sondern vor allem der ihn umgebenden Wälder wegen.
 
Die historische Grenze in Spórok(Carmerau)
Carmerau-Spórok besteht auszwei Ortsteilen:
Der ältere Teil ist im Landkreis Oppeln gelegen und zählte einst zum Besitz des Königlichen Domänenamtes Oppeln, der jüngere, auf der gegenüberliegenden Seite der durch die Kolonie verlaufenden Straße gehörte hingegen zu den Gütern des Grafen Colonna. Von 1770 an stritten sich 
Philipp Graf Colonna und das Königliche Domänenamt vor Gericht um den Verlauf dieser Grenze, den der Graf schließlich verlor: seither gab es ein zum Landkreis Groß Strehlitz gehörendes Gräflich-Carmerau, und ein zum Landkreis Oppeln zählendes Königlich-Carmerau. Die Grenze verläuft entlang der heutigen B. Chrobrego-Straße.
 
 
6. Geschichte des Hüttenwesens
Mit der Kriegsführung ging die Notwendigkeit einher, vor allem über Kriegsmaterial wie Kanonen, Kugeln und Karabiner zu verfügen. Sie eigens aus den Hütten in Brandenburg nach Schlesien zu transportieren, war sehr kostspielig und gewährleistete vor allem keinen Nachschub bei den Lieferungen, wo und wann diese benötigt wurden. Um seine Interessen zu sichern, begründete Friedrich II. eigens ein in Schlesien angesiedeltes Ministerium, dass ihm unmittelbar unterstellt war. Diesem Ministerium unterstanden zwei Kammern: eine in Breslau, sowie eine Glogau. Sie waren für die Angelegenheiten der Domänen, Manufakturen, Steuern und Zölle, des Forstes, des Bergbaus und Hüttenwesens sowie nicht zuletzt der Armee zuständig.
 
Das erste, nicht Kriegszwecken dienende Erzeugnis war ein Kohleofen. Um das Hüttenwesen in der Region besser organisieren zu können, wurde 1780 in Malapane (Ozimek) ein Königliches Hüttenamt begründet.
 
Zahlreiche Schwierigkeiten bereitete indessen die Bereitstellung erforderlicher Mengen an Raseneisensteines. Für die Königliche Hütte in Malapanewurde das Erz aus den umliegenden Feldern in Krascheow, Alt Schodnia und Friedrichsgrätz abgebaut. Die stets wachsende Nachfrage nach Hüttenerzeugnissen sowie ein Versiegen der lokalen Lagerstätten von Raseneisenstein zwangen die Hüttenverwaltung schon bald,zusätzliche Mengen an Eisenerz einzukaufen. Es wurde aus Groß Stein (heuteKamieńŚląski), aus zwei Eisenerzgruben in der Nähe von Brieg und vor allem aus Tarnowitz bezogen.
 
Neben der Königlichen Hütte entwickelte sich am oberen Lauf der Malapaneebensoein kleingewerbliches Hüttenwesen. Als Bauherr und Mäzen spielte das sehr wohlhabende  Geschlecht der Colonna, Grafen von GroßStrehlitz eine wichtige Rolle in dieser Entwicklung. Bereits Gustav Graf  Colonna nahm gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Produktion von Eisen erneut auf und errichtete dazu zwei Schmelzöfen, zwei Frischöfen und eine Schmiede in Sandowitz. Sein Nachfolger, Graf NorbertCollona, baute den Betrieb weiter aus. Der Urheber wahrer Erneuerungen war jedoch ein weitere Vertreter des Geschlechtes: Graf Philipp Colonna. Auf sein Bemühen hin entstanden weitere zahlreiche Hüttenwerke, und zwar inKolonowska (1780, benannt nach dem Namen des Geschlechtesder Collonna), Kowolowska (1783, nach dem Namen des Hüttenverwalters Kowal), Vossowska (1790, nach dem Namen des HüttenverwaltersVossa) undBrzyniczka (1790, nach dem Namen des Flusses, an dem der Betrieb entstand). Eine der letzten umfangreichen Investitionen, die die Landschaft dauerhaft veränderten, war die Errichtung des großen Hüttenkanals im Jahre 1795, der in der Umgebung des heutigen Zawadzkie beginnend das Wasser entlang des rechten Malapane-Ufers bis hin zu den Hütten in Colonnowskaführte. Auf Antrag des Oberbergamtes wurde 1780 in Malapaneein Hüttenamt gegründet. Wichtigstes Erzeugnis der Malapaner Hütte war von Beginn an Munition. Als sich 1783 herausstellte, dass die bislang in einer Gießerei bei Küstrin (Oder) hergestellten Kanonen von schlechter Qualität waren (alle 17 Kanonen explodierten bei einem Test), ordnete der König an, die gesamte Produktion nach Schlesien zu verlagern. Die Wahl fiel schließlich auf die Königliche Hütte in Malapane. Noch im Sommer des gleichen Jahres goss man hier die ersten Dreipfünder.
 
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird die Königliche Hütte Malapane ununterbrochen aus- und umgebaut. In den darauffolgenden Jahren wurden die Hochöfen modernisiert, 1820 entstehen moderne Werkstätten, in denen der Bau von Landmaschinen aufgenommen wurde.
 
Ebensodie flussaufwärts gelegenen kleingewerblichen Hüttenwerke entwickeln sich weiter: 1815 werden die Besitzungen der Colonnas von den Grafen Renard übernommen und weitergeführt.
 
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgt eine stetige Verbesserung der Methoden und Techniken des Hüttenwesens: eingesetzt wurden nun Kuppelöfen, die Hammer- und Stahlwerke wurden ausgebaut, Siemens-Martin-Öfen kamen zum Einsatz, neue Maschinen- und Schlosserwerkstätten errichtet, Konstruktionsbüros gegründet. Eine noch dynamischere, stürmische Entwicklung brachte dann die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts. Um die Königliche Hütte Malapane herum siedelten Arbeiter, Handwerker, Gewerbetreibende; daraus entwickelte sich das heutige Ozimek.
 
 
Die Hängebrücke aus der Königlichen Preußischen Hütte Malapane in Ozimek
 
Vor über 180 Jahren wurde am 12. September 1827 in Malapane (dem heutigen Ozimek) im Oppelner Land in Oberschlesien feierlich ein Meisterwerk des Ingenieurs- und Hüttenwesens in Betrieb genommen: eine Kettenbrücke über den Fluss Malapane. Die beim Bau der Brücke zur Anwendung gebrachte technische Lösung war vollkommen innovativ, wobei sie die bisherigen technischen Entwicklungen bei weitem überholte. Wie sich später erwies, war die Brücke in Malapane, entworfen vom Maschineninspektor Schotellius und vollständig in der Hütte Malapane gefertigt, eine der ersten Konstruktionen dieser Art weltweit und ist derzeit mit Sicherheit die älteste auf dem europäischen Festland. Die Baupläne dieser Brücke dienten als Vorlage für zahlreiche ähnliche Brücken auf der ganzen Welt. Bis 1938 diente die Brücke dem täglichen Straßenverkehr auf der Strecke zwischen Ozimek und Zawadzkie und ist bis heute für den Fußgängerverkehr im Betrieb.
 
Colonna-Denkmal in Kolonowskie (Colonnowska)
 
Die Anfänge der Siedlung in Kolonowskie sind untrennbar mit der Person Phillip Graf Colonna, Herr über die Besitzungen in Groß Strehlitz, verbunden. Auf sein Bemühen hin wurde 1780 an dem kleinen Fluss Bziniczka ein großer Hüttenofen aufgestellt. Um den Ofen herum entstand eine kleine Siedlung mit 24 Wohnhäusern, die für Beamte und Arbeiter bestimmt waren. Im Jahre 1797 taufte man diese Siedlung nach seinem Schutzherrn und Begründer auf den Namen Colonnowska. Heute erinnert hieran ein Phillip Graf Colonna-Denkmal neben der Pfarrkirche.
 
Hüttenkanal in Kolonowskie-Zawadzkie (Colonnowska-Zawadzki)
 
Der ehemalige Hüttenkanal in Kolonowskie (Colonnowska) ist zugleich eines der ältesten Industriedenkmäler in der Region. Seine ursprüngliche Funktion war damit verbunden, das für den Betrieb der Hüttenöfen notwendige Holz nach Colonnowska zu transportieren; ebenso wurde die Malapane aufgestaut. Heute ist ein Teil des historischen Verlaufs bereits zugeschüttet; die verbliebenen Abschnitte bieten dafür einen besonderen landschaftlichen Reiz.
 
Überreste von Hüttensiedlung und Hütte aus dem 18./19. Jahrhundert in Kolonowskie (Colonnowska)
Glashütte „Jedlice“, Lagergebäude aus dem Jahre 1807
Gutshof (Beatenhof)inJedlice (Jedlitz)aus dem Jahre 1780
Arbeiterwohnhäuser inJedlice(Jedlitz)aus dem 18. Jahrhundert
Autor: Administrator
Utworzono: 2011-12-19
Zmodyfikowano: 2011-12-19

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