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„Europejski Fundusz Rolny na rzecz Rozwoju Obszarów Wiejskich: Europa inwestująca w obszary wiejskie”
Strona internetowa współfinansowana jest ze środków Unii Europejskiej w ramach działania „Wsparcie dla rozwoju lokalnego w ramach inicjatywy LEADER” (RLKS-rozwój lokalny kierowany przez społeczność), poddziałania 19.4 Wsparcie na rzecz kosztów bieżących i aktywizacji Programu Rozwoju Obszarów Wiejskich na lata 2014-2020. Cel operacji: wspieranie lokalnego rozwoju na obszarach wiejskich. Przewidywane wyniki operacji: realizacja LSR na lata 2014-2020.

Lokale Sitten und Bräuche

Informacje ogólne

Bärentreiben
In den letzten Tagen der Karnevals-, noch vor der Großen Fastenzeit verkleiden sich einige Einwohner einer Ortschaft und ziehen mit Musik und Gesang und einem „Bären“ im Schlepptau durch das Dorf. Der Bär symbolisiert alle schlechten Taten und Begebenheiten. Die Gruppe treibt ihren Schabernack mit den Einwohnern und bittet um kleine Gaben, Geldspenden oder einen kleinen Imbiss. Das Unternehmen gleicht einer kleinen Inszenierung, wie sie im Mittelalter Gang und Gebe war, als Schelmen durch die Wirtshäuser zogen und Fastnachtspiele aufführten. Häufige Figuren sind dabei:
- der Bär (verkleidet in einem Bärenfell),
- der den Bär an einer Leine oder Kette ziehende Förster,
- der den Straßenverkehr während des Umzugs regulierende Polizist (aufgepasst: er verteilt gerne Bußgelder!),
- der in den aufgesuchten Häusern Schornstein und Öfen überprüfende Schornsteinfeger (er hat Spaß daran, alle mit Ruß einzureiben…),
- der auf die Einhaltung der Brandschutzvorschriften im Haus achtende Feuerwehrmann (auch verteilt gern „Knöllchen“),
- der unartige Kinder erschreckende Teufel (samt Hörnern und Teufelsschwanz),
- Gevatter Tod,
- der mit Stethoskop und Thermometer „bewaffnete” Arzt: er misst allen die Temperatur und verteilt „nach Bedarf“ Tabletten,
- eine Zigeunerin: sie sagt die Zukunft voraus,
- und schließlich Musikanten mit Akkordeon, Trommeln und Klarinetten.


Dieser kleine Trupp sucht nun nach und nach alle Häuser und Gehöfte im Dorf auf, lacht, tanzt, singt und treibt kleine Späße mit den Einwohnern. Es ist Brauch, dass jede Hausfrau mit dem Bären tanzen muss – das soll Glück und Gelingen im Jahr bringen. Nachdem alle Häuser und Gehöfte aufgesucht wurden, zieht der Umzug, dem sich alle Kinder und Jugendliche anschließen, in die Dorfbegegnungsstätte, wo der Abschluss der Zeremonie erfolgt: der alte Bär muss schließlich getötet werden und ein neuer geboren. Der Umzug fragt: „Wer ist schuld für das schlechte Wetter bei der Ernte?“, „Wer trägt die Schuld daran, dass unsere Jungfrauen nicht heiraten wollen?“, etc. – und man antwortet freilich: „Der Bär!“ Ist das Urteil gefallen, erschießt der Jäger den Bären, der Arzt stellt seinen Tod fest. Gleich darauf betätigt er sich als Geburtshelfer des neuen, jungen Bären.

 

Weiberfastnacht
Dieser Brauch wird zwar nicht derart „groß“ gefeiert wie in den Hochburgen des rheinischen Karnevals, zählt aber zu den festen Bestandteilen eines „schlesischen Karnevals“, der in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erfahren hat.
Traditionsgemäß trifft sich das „schöne Geschlecht“ an einem der Samstagsabende am Ende der Karnevalszeit zu einem ausgelassenen Fest und lässt sich dabei von einem in Frauenkleidern verkleideten Vertreter des „hässlichen Geschlechts“ bedienen.

Bassbegraben
Ebenso am letzten Samstagabend vor Aschermittwoch ist es Tradition, sich von Musik und Spaß zu verabschieden; stellvertretend hierfür steht der Bass. Gegen Mitternacht zieht so ein Trauerzug in den Festsaal. An seiner Spitze ein Orchester, danach der Pfarrer mit den Ministranten. Der Pfarrer trägt einer Wassereimer sowie einen Besen mit sich; mit dem benässten Besen „segnet“ er alle Anwesenden. Hinter dem Pfarrer und seinen Ministranten folgen die Trauergäste, die einen Bass auf ihren Schultern tragen. Symbolisch wird dieser für die 40-tägige Fastenzeit zu Grabe getragen, das Orchester spielt eine Trauermelodie. Danach zieht der gesamte Trauerzug durch das Dorf und verkündet die Botschaft, dass der Bass zu Grabe getragen wurde. Der Tradition folgend, wird dann noch bis zum Morgen fröhlich weitergefeiert.

Ertränken der„Marzanna“
Am Karmittwoch zieht ein Umzug der Dorfjugend mit viel fröhlichem Geschrei, Lachen und Liedern durch das gesamte Dorf und trägt dabei eine den Winter symbolisierende Strohpuppe, „Marzenna“ genannt, mit sich. Nachdem man das Dorf hinter sich gelassen hat, wirft man die Puppe in einen Bach, Fluss oder Teich und wirft solange Steine hinterher, bis sie endlich untergeht.

Der Maibaum wird an einem zentralen Ort im Dorf in der Nacht zum 1. Mai aufgestellt.

Johannisnacht –die kürzeste Nacht des Jahres
Im nordslawischen Sprachraum – vom Polen im Westen bis nach Russland im Osten – wird die Johannisnacht als Fest zur Sommersonnenwende begangen. Bis in die moderne Zeit ist die slawische Mittsommernacht als ein spektakuläres heidnisches Fest bekannt. Viele Bräuche sind mit dem Wasser, der Fruchtbarkeit und der Selbstreinigung verbunden. Es ist üblich, dass junge Frauen mit Kerzen bestückte geflochtene Blumenkränze in Flüsse niederlassen und anhand ihres Driftens im Wasser die eigene Zukunft ablesen. Ein anderer Brauch ist das Springen von jungen Paaren über ein Lagerfeuer.

Große Fastenzeit und Osterbräuche
Die in Polen mit der Großen Fastenzeit vor Ostern sowie dem Osterfest selbst verbundenen Traditionen sind derart stark auf religiöse Traditionen bezogen, dass es zuweilen nur sehr schwer möglich ist, eine Abgrenzung zwischen diesen Vorschriften religiösen Ursprungs und den Traditionen des weltlichen Lebens in Polen vorzunehmen. Die Große Fastenzeit ruft uns all jene Traditionen in Erinnerung, die aus der Frömmigkeit unserer Vorfahren heraus entstanden waren. Nirgendwo sonst werden diese Sitten und Bräuche so lebendig und liebevoll gepflegt, und nirgendwo sonst berühren sie die Herzen der Menschen wie in Polen.
 

ASCHERMITTWOCH
Die herkömmliche Bezeichnung Aschermittwoch kommt daher, dass während der Gottesdienste in allen Kirchen die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres gesegnet und diese Asche über den Häuptern der Gläubigen verstreut wird. Vollzieht der Priester diesen Brauch, so erinnert er alle an den Tod und die Vergänglichkeit der weltlichen Dinge. Der Fastenbrauch, Asche über die Häupter zu streuen, fand bereits im 4. Jahrhundert Eingang in die kirchliche Liturgie und war bis zum 10. Jahrhundert lediglich denen vorbehalten, die öffentlich Buße taten. Nach vollzogener Zeremonie mussten diese Büßer die Kirche verlassen, die Schwelle zum Gotteshaus durften sie erst nach der Osterpredigt am Gründonnerstag wieder übertreten; dieser Tag wird wiederum als Tag der Vergebung aller Sünden sowie der Versöhnung mit der Kirche begangen. Später wurde dieser Brauch bereits gegenüber allen Gläubigen angewandt. Seither ist er ein Symbol der Buße und Reue für begangene Sünden. Die mit dem Aschermittwoch verbundenen kirchlichen Bräuche bezeichneten ebenso das unwiederbringliche Ende der Karnevals-, Fastnachts- bzw. Faschingszeit, jedoch ging man noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts hiermit verbundenen Spielen, Späßen, Streichen und einigen anderen Bräuchen fast den gesamten Tag über nach.

GROßE FASTENZEIT
Der Osterzeit geht die österliche Fastenzeit voraus, die Große Fastenzeit genannt wird. Die ersten schriftlichen Erwähnungen über Ostern gehen auf den Kirchenvater Tertullian, einem römischen Schriftsteller, der im 2. Jahrhundert in Karthago geboren wurde, zurück; er überliefert eine Liturgie, in der es vor Ostern zwei Fastentage – am Karmittwoch sowie am Karfreitag – gab. Von einer um 190 n. Chr. in Gallien begangenen einwöchigen österlichen Fastenzeit schreibt mit dem Hl. Irenäus ein anderer frühchristlicher Autor. Im 7. Jahrhundert wurde der Aschermittwoch zum ersten Tag der österlichen Fastenzeit, die im Verlauf der Zeit immer weiter ausgedehnt wurde, bestimmt. Gegenwärtig dauert sie volle sechs Wochen an, zuweilen auch etwas länger. Wie alle christlichen Fastenzeiten trägt sie eine reinigende Bedeutung. Im Einklang mit der Kirchenlehre sollte die Große Fastenzeit eine Zeit des Verzichts und einer gesteigerten Frömmigkeit sein. Sie soll den Gläubigen die wichtigsten Glaubensgeheimnisse näher bringen und sie zu einer würdigen Teilnahme am großen Fest der Auferstehung des Herrn vorbereiten. Unsere Vorfahren, und besonders die auf dem Lande lebenden, befolgten über Jahrhunderte hinweg außerordentlich eifrig die von der Kirche für die Fastenzeit aufgestellten Regeln. In vielen Häusern, insbesondere in den ärmeren, wurde für ganze sechs Wochen auf Fleisch, tierische Fette und sogar auf Zucker, Honig sowie Milchprodukte und Eier vollständig verzichtet. Man ernährte sich vorwiegend von Sauerteigsuppe, Kartoffeln, eingekochtem oder rohem Sauerkraut, gekochten Kohlrüben, getrockneten Pflaumen, eingedickten Suppen, Heringen, Brot und anderen bescheidenen Gerichten, die man spärlich mit Leinöl beträufelte. Nur an Sonntagen gestattete man sich etwas bessere und umfangreichere Mahlzeiten. An den übrigen Tagen wurde in der gesamten Großen Fastenzeit vorbildlich gefastet.

PALMSONNTAG
An diesem Tag wird des festlichen Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Früher wurde dieser Sonntag in Polen aus „Blumensonntag“ oder „Weidensonntag“ genannt, da man hier anstelle von Palmzweigen eben Weide verwendete. Die Palmen wurden in der Kirche gesegnet und dann in feierlichen Prozessionen herumgereicht. Darüber hinaus gab es einst den Brauch, dass derjenige, der an diesem Tag zuerst aufwachte, seine Mitbewohner mit Palmzweigen auspeitschen durfte. Das in der Kirche gesegnete Palmengesteck wurde zuhause über der Eingangstür oder am Rahmen eines Heiligenbildes angebracht, um es vor Bränden und Blitzeinschlägen zu schützen.

KARWOCHE
Bei Ostern handelt es sich um ein bewegliches Fest: es fällt stets auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond.
GRÜNDONNERSTAG: dieser Tag wird auch als Fest des christlichen Priestertums bezeichnet, da während des Letzten Abendmahls die Sakramente der Eucharistie sowie der Priesterweihe erhoben wurden. Allen ist wohl der mit diesem Tag verbundene Brauch der Fußwaschung von zwölf ausgewählten Priestern seitens des Bischofes geläufig, der seinerseits natürlich an die Geste Jesu Christi anknüpft, der auch seinen zwölf Jüngern die Füße gewaschen hatte. Gegen Ende der Heiligen Messe am Gründonnerstag wird der Altar freigeräumt, alle Kirchenglocken verstummen bis zur Auferstehung der Herrn.
KARFREITAG: Beschreiten die Gläubigen nach oder vor dem Gottesdienst an diesem Tag den Kreuzweg, so ist dies ein ganz besonderes Erlebnis. Durch alle Stationen hinweg begleiten wir die Leiden des Herrn. Der Leichnam Jesu wird schließlich in das Grab gelegt.
KARSAMSTAG: dies ist zugleich der Tag der größten Trauer in der Kirche. Den gesamten Tag über huldigen die Gläubigen dem verstorbenen Jesus an dessen Grab. Ebenso lassen sie die Gerichte und Speisen für den Ostersonntag segnen. Einst lud die Bevölkerung jener polnischen Dörfer, die weit entfernt von einer Kirchen gelegen waren, eigens einen Priester in das Haus eines dortigen Landwirts ein, zu dem man dann diese Gerichte und Speisen aus der gesamten Ortschaft brachte. Der Inhalt dieser Körbe unterschied sich von Region zu Region. Am Karsamstag wurden ebenso Wasser, Feuer und Osterkerzen gesegnet.
OSTERSONNTAG: Traditionell beginnt dieser Tag mit der Ostermesse, während der zuweilen auch Szenen mit Frauen und Engeln am leeren Grab aufgeführt werden. Fröhlich erklingen nun wieder die Kirchglocken und verkündigen die Botschaft, das Christus auferstanden ist!
Nach der Ostermesse begeben sich alle zum festlichen Frühstück in ihre Häuser und Wohnungen zurück, wo nun die am Vortag gesegneten Gerichte und Speisen aufgetischt werden. Wie man an Weihnachten miteinander die Oblate bricht, so teilt man zum Osterfest Ostereier und wünscht sich dabei Gesundheit, Wohlergehen sowie verzeiht einander für etwaig zugefügte Verletzungen.

Körbe mit gesegneten Speisen
Am Karsamstag werden traditionell die für den Ostersonntag vorbereiteten Gerichte und Speisen feierlich gesegnet. Diese Tradition weist bereits heidnische Ursprünge auf, jedoch erhielt die Kirche dieses Brauchtum aufrecht und heiligte damit die irdischen Güter, um auf diese Weise hervorzuheben, dass „alles für uns und für unseren Erlöser“ bestimmt ist. Der Inhalt der Körbe unterscheidet sich von Region zu Region. Üblich ist jedoch, dass ein aus Getreidehalmen, Brot oder Zucker gefertigtes Lamm gesegnet wurde. Es soll Christus als „Lamm Gottes“ und Seinen Sieg symbolisieren. Darüber hinaus enthält jeder Korb Brot, da Jesus Christus das Brot unseres Lebens ist, Wurst, Salz sowie gesüßten Meerrettich, der daran erinnern soll, dass das Leiden Christi mit dem Wunder der Auferstehung „versüßt“ wurde. Nirgendwo fehlt es natürlich an verzierten Ostereiern, weil sie das Symbol eines neuen Lebens darstellen. Nicht zu vergessen ist hierbei all jenes Süßgebäck, vor allem die Osterkuchen, die berühmten „babki“, sowie unterschiedlichste Plätzchen und der typisch polnische „mazurek“. Nach dem Kirchenbesuch trug man den Korb mit den gesegneten Speisen traditionell dreimal um das Haus, um damit böse Geister zu vertreiben.

Verzierte Ostereier
Woher der Brauch stammt, Ostereier zu bemalen, ist nicht genau bekannt. Die Einen behaupten, dass als die Hl. Magdalena von der Auferstehung des Herrn erfuhr, daraufhin nach Hause lief und dort bemerkte, dass alle Eier bunt geworden waren. Eine andere Erklärung geht davon aus, dass die Pilatus um das Leben ihres Sohnes anflehende Muttergottes dessen Kindern gefärbte Eier schenkte. Wie dem auch sei: Das Bemalen von Eiern zu Ostern ist eine noch immer weit verbreitete Tradition, obgleich man heute bereits seltener auf derart kunstvoll verzierte Eier trifft wie es einst Brauch war. Die Farben, mit denen man die Eier bemalt, tragen symbolische Bedeutungen: so verdeutlichen Violett- und Blautöne Trauer und Große Fastenzeit, Rot das am Kreuz für unsere Sünden vergossene Blut Christi sowie Grün, Braun und Gelb die Freude ob der Auferstehung des Herrn. Am einfachsten war es, die Ostereier in einer einzigen Farbe zu bemalen (in Polen nennt man sie dann „kraszanki“). Hierzu nutzte man unterschiedlichste natürliche Farbstoffe wie zum Beispiel Zwiebelschalen, Malvenblüten oder Eichen- bzw. Erlenrinden. Zierornamente auf Ostereiern entstanden indessen, wenn man die Muster zuvor mit Wachs auftrug (diese schmuckvoll verzierten Ostereier nennt man in Polen dann „pisanki“) und die Farbe diese dann nicht bedeckte. Früher glaubte man daran, dass Eier über magische Kräfte verfügten und vor bösen Geistern schützten. Oft vergrub man sie auf den Feldern, um sich eine gute Ernte zu sichern, oder man versteckte sie im Hühnerstall, damit die Hühner viele Eier legen mögen.

Eierditschen
Am Ostersonntag zieht die Dorfjugend traditionell zum „Ostereierditschen“ aus. Ein jeder Teilnehmer hält hierbei ein Osterei in der Hand und schlägt es an das Ei seines Nachbarn. Wessen Eierschale zuerst platzt, hat verloren und muss sein angeditschtes Ei an den Gewinner abgeben. Gewonnen hat schließlich derjenige, der das Glück hatte, auf ein Ei mit einer besonders harten Schale zu treffen. Mit seiner Beute beschenkt er dann die Mädchen.

ŚmigusDyngus
Im Volksmund wird dieser Brauch auch „Nasser Ostermontag“ genannt. Seine Ursprünge verlieren sich indessen im Dunkeln der Geschichte. Einige behaupten, dass der Brauch des sich am Ostermontag gegenseitig mit Wasser Begießens aus Jerusalem stammt, wo die Gegner des Christentum sozusagen mit Wasser die Gläubigen zu vertreiben suchten, die sich zur Erinnerung an die Auferstehung des Herrn zusammengetroffen waren. Andere sehen darin wiederum ein Symbol der Massentaufe, der Reinwaschung von Sünden sowie der Wiedergeburt zu einem neuen Leben. Wofür man sich nun letztendlich auch entscheiden mag: einen Riesenspaß bereitet dieser Brauch immer! Ob man nun die Mädchen mit Wasser begießt sowie sie mit Reisigen an die Beine schlägt (Śmigus), oder sich gegenseitig mit kleinen Gaben beschenkt (Dyngus) – heute haben diese beiden Bräuche bereits viel von ihrer ursprünglichen Erhabenheit verloren; dennoch werden sie auch weiterhin ausgelassen in den Dörfern und Städten begangen.

Polterabend
Auch dieser in Deutschland weit verbreitete Hochzeitsbrauch hat sich in Schlesien erhalten können.

Traditionelles Rupfen von Gänsefedern
In einigen Dörfern der Region hat sich Brauch erhalten, sich an „kalten und dunklen“ Winterabenden bei gutem Essen und Trinken zusammenzufinden und gemeinsam Gänsefedern zu rupfen, um damit das Bettzeug zu befüllen.

Erntedankfeste, Erntekronen sowie Erntedankumzüge
Das Erntedankfest bildet den krönenden Abschluss des Erntejahres und ist gleichsam ein Fest der Freude über die geleistete Arbeit, die der Gemeinschaft Ernten auch in den folgenden Jahren sichert. Zur Tradition des Erntedanks zählen festliche Gottesdienste sowie Volksfeste mit den vielfältigsten kulturellen Angeboten. Symbol des Erntedankfestes ist die Erntekrone, die sehr schmuckreich aus Korn, Blumen und Obst geflochten wird.
In allen Ämtern und Gemeinden der LEADER-Region „Land der Dinosaurier“ werden die umfangreichen Traditionen des Erntedankfestes liebevoll gepflegt und erfolgreich fortgesetzt. Das Erntedankfest ist mit seinem Festumzug, dem ihm gewidmeten Liedgut, schmuckvoll ausgestalteten Erntekronen und nicht zuletzt den Brotlaiben, die anlässlich dieses Festes gebacken werden, zugleich Ausdruck der tiefen Verehrung, die der Arbeit der Landwirte entgegengebracht wird.

Nach dem Gottesdienst ziehen am Nachmittag farbenfroh gestaltete Umzugswagen durch die Ortschaften; auf den Wagen werden – zumeist humoristisch überhöht – Themen aus dem Alltagsleben des Dorfes, der Region und des Landes aufgegriffen. Vor den Häusern werden kleine Szenen nachgestellt, die ebenso auf den Erntedankbrauch zurückgreifen. Nach dem Umzug sind alle Einwohner und ihre Gäste herzlich auf ein Volksfest eingeladen, auf dem traditionell Kaffee und schlesischer Streuselkuchen gereicht werden. Für Kinder und Jugendliche werden die vielfältigsten Wettbewerbe mit interessanten Preisen veranstaltet; am Abend klingt der Tag bei Musik, Spiel und Spaß aus.

 

Auf den schlesischen Dialekt

trifft man auf Schritt und Tritt im „Land der Dinosaurier“. Insbesondere im ländlichen Raum ist er zugleich Alltagssprache. Charakteristisch sind eine außerordentliche Vielfalt an Mundarten, die grundsätzlich einerseits vom Oppelner Schlesien im Westen, Oberschlesien zwischen Gleiwitz und Kattowitz im Osten sowie dem Teschener Schlesien im Süden, und andererseits jeweils von Dorf zu Dorf variieren sowie sein außerordentlich reicher Lehnwortschatz, der neben vor allem deutschen auch einige tschechische Einflüsse umfasst.
 

Autor: Administrator
Utworzono: 2011-12-19
Zmodyfikowano: 2011-12-19

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